Hyperthermie in Ergänzung zur Chemotherapie

Die Wechselwirkungen von Hyperthermie und Zytostatika können unabhängig, additiv und synergistisch sein.

Die wichtigsten Mechanismen, die zu einem interaktiven Effekt mit Zytostatika führen, sind unter anderem eine erhöhte intratumorale Arzneimittelkonzentration, die auf eine gesteigerte Durchblutung und erhöhte Permeabilität der Membran mit einer gesteigerten intrazellulären Aufnahme zurückzuführen ist. Zusätzlich ist ein gesteigerter intrazellulärer Arzneimittelmetabolismus und eine beschleunigte Reaktionsrate in einer erhöhten Temperaturumgebung nachgewiesen.

Bisher wurde für verschiedenste Chemotherapeutika gezeigt, dass die Kombination der Chemotherapie mit Hyperthermie der Chemoresistenz entgegenwirkt. Supra-additive zytotoxische Effekte wurden vor allem in Kombination mit Alkylanzien und Platinderivaten beobachtet.

Wertvoll sind aktuelle Forschungsergebnisse, die nunmehr das zeitliche Schema zwischen Infusion und Hyperthermie untersuchen. So ist beispielsweise mit Gemcitabin ein 24 Stunden Intervall zwischen Infusion und applizierter Hyperthermie am effektivsten.

(z.B. Joan M.C. Bull, Glenna L. Scott, Frederick R. Strebel, Dwight H. Oliver, Bharat Raval, and Steven M. Koch; The University of Texas Houston Medical School, Houston, TX 77005).