Hyperthermie in Ergänzung zur Radiotherapie

Verschiedene Mechanismen sind für den supra-additiven Effekt der Hyperthermie in Kombination mit der Strahlentherapie verantwortlich. Der additive, komplementäre Effekt der Hyperthermie ist auf die höhere Hitzeempfindlichkeit von Zellen im hypoxischen und niedrig-pH-Bereich sowie die Empfindlichkeit der Zellen in der S-Phase zurückzuführen, welche beide relativ radioresistent sind.

Eine moderate Hyperthermie kann außerdem eine erhöhte Durchblutung bewirken, die zu einer Steigerung der Oxygenierung des Gewebes führt, was in einer erhöhten Radiosensivität resultiert. Dieser Effekt ist am stärksten in zeitlich enger Proximität zur Radiatio hält aber auch in abgeschwächter Form über einige Tage an (Versuche mit PET-CT: Lüdemann IntJHT 2009)

Hyperthermie verstärkt zytotoxische Strahleneffekte, insbesondere durch die Interferenz mit dem zellulären Reparatursystem infolge Denaturierung der DNA. Lt. Literatur kann der Effekt der Strahlentherapie durch die Hyperthermie um den Faktor 1,2 bis 5 verstärkt werden cialis.

Zusammenfassend, so eine These von Horseman/ Overgaard (IntJHT 2008) ist die Hyperthermie wahrscheinlich der potenteste Radiosensibilasator, der zurzeit bekannt ist.